Fjällräven Skogsö Jacket Testbericht / Review

 

Die Jahreszeiten Sommer und Herbst stehen ganz im Zeichen der Verschmelzung von Mensch mit der Natur. Darum möchte ich hier auf die Fjällräven Skogsö Jacke in Dark Olive (633) ein Lied singen. Wie sich diese zweite Haut in Feld, Wald und am Berg schlägt bzw. anfühlt, erfahrt ihr, wenn ich sie dann endlich in Händen halten kann. Danke an Fjällräven (www.fjallraven.de) für dieses tolle Produkt!

Aber nun weiter im Text (09.08.2012):

 

Wasserdichtheitsprüfung: Bestanden!

 

Den Test habe ich einmal ohne und einmal mit Behandlung durch das Grönland Wachs des Stoffes G-1000 durchgeführt. Das Wasser perlt sofort ab und die Oberfläche ist hinterher staubtrocken. Die Wasserresistenz hält zwischen 5-6 Stunden bei Dauernässe. Also ein extrem guter Wert verglichen zu den vollsynthetischen Materialen der anderen Hersteller.

 

Erster Eindruck

Nimmt man die Fjällräven Skogsö Jacket aus der Umverpackung wirkt sie zuerst ein wenig steif. Dies wird durch die Vorbehandlung mit Grönland Wachs erreicht – hat aber den entscheidenden Vorteil, dass die Wasserresistenz der Jacke von Anfang an gegeben ist. Das G-1000 Material ist sehr anschmiegsam und angenehm zur Haut; und dadurch das es aus 35 % natürlicher Baumwolle besteht, auch sehr atmungsaktiv bei zugleich sehr gutem Windschutz.

An den Schultern bis ca. Brusthöhe ist ein wesentlich stärkeres und abriebfesteres G-1000 verarbeitet; dadurch perfekt für den Rucksackgebrauch. Bei dem etwas stärkeren Material ist auch die zeitlich verlängerte Wasserundurchlässigkeit zu erwähnen.

 

Verarbeitung & Schnitt

Was soll man hier schon über die Verarbeitung anmerken? Top-Qualität von Fjällräven, ich glaub, mehr muss ich nicht sagen. Die Reißverschlüsse sind mit Lederlaschen zur leichteren Bedienung ausgestattet und die Nähte selbst sind sehr sauber gesetzt.

Die Drückknopfe schließen sehr leicht, wobei sie einen guten Halt bieten. Der Stoff ist fast geräuschlos und eignet sich auch hervorragend für den Ansitz und die Pirsch bei der Jagd.

Die Jacke bietet hohen Komfort in der Schulterzone, da sie hier großzügig geschnitten ist. Am Bund schließt sie gut ab und geht bei normaler Körpergröße bis ca. 1/3 über’s Gesäß. Optimal hierbei noch sind die Kordelzüge im Bund; diese lassen sich perfekt anpassen und der Bund rutscht nicht gleich bei jedem „Bückmanöver übers Kreuz“.

 

Auf der Vorderseite sind in Brusthöhe typische „Napoleontaschen“ angebracht. Mit dem Netzfutter bieten sie zusätzlich zur Verstau-Funktion noch eine zusätzliche Belüftung an. Die beiden Reißverschlüsse sind besonders leichtgängig und die Taschen sehr geräumig. Sie bieten Platz für Smartphone, GPS und Co.

Positiv ist auch zu bemerken, dass sich die Reißverschlüsse nicht „verzwicken“ – was durchaus immer sehr ärgerlich ist, wenn man wirklich dringend etwas aus der Tasche benötigt.

 

 Kapuze: Sehr gut!

Zur Kapuze selbst muss man noch kurz ein paar Sätze anmerken:
Sie ist perfekt!“

Im aufgesetzten Zustand schützt sie Kopf und Ohren vor Wind, Feuchtigkeit und jeglich anderen Einflussfaktoren von außen. Sie geht auch relativ weiter über die Stirn hinaus was dazu führt, dass man einen optimalen Regenschutz hat, selbst wenn man gegen die Tropfen marschiert und ankämpft. Per Kordeln lässt sich das Sichtfeld stufenlos einstellen bzw. minimieren.

Der Kragen der Jacke reicht bis unter die Nase, sehr angenehm in der Übergangszeit, bei Regenschauern oder einfach zum „Reinkuscheln“.

 

Ein hinten an der Kapuze angebrachter Gummizug lässt den Umfang analog zum eigenen Kopf einstellen. Ich habe selten eine Kapuze verarbeitet gesehen, die über 3 verschiedene Einstellmöglichkeiten verfügt. Achja: und die Kapuze kann man nicht abnehmen.

Unterhalb der Kapuze, an der Außenseite der Jacke ist die Aufhängelasche angenäht. Etwas gewöhnungsbedürftig, aber der Mensch ist ja schließlich ein Gewohnheitstier.

 

 

Fazit

Diese Allwetterjacke empfehle ich für die Zeit Mitte April bis Ende Oktober in den österreichischen Breiten (je nach Laune der Natur und Intensität der Klimaerwärmung). Sie bietet guten Schutz vor Nässe, Wind und Ähnlichem, fühlt sich echt toll an auf der Haut, und lässt sich nach Belieben neu imprägnieren (>> Fjällräven Grönland Wachs). Die Skogsö eignet sich perfekt für die Jagd und für den abendlichen Ansitz & andere Freizeitaktivitäten, ohne sich die Nieren oder sonstiges Weichgeteil zu erkälten – der spürbaren Länge bis über den verlängerten Rücken sei Dank.

Freilich ist die Fjällräven Skogsö Jacket nicht billig, aber allemal eine langfristige Investition wert. Das Material G-1000 von Fjällräven ist einfach der Hammer: Naturverbunden, hautfreundlich und seit über 50 Jahren outdoorgeprüft.

 

Bilder

 

Weiterführende Infos

 

Auszug aus dem Pressetext:

Jacke mit fester, regulierbarer Kapuze und verlängerter Rückenpartie. Ebenso bequem auf Wanderungen wie beim Radfahren von und zur Arbeit. Aus G-1000 Lite mit G-1000 Original an Schultern und Kapuze. Das Material ist wind- und wasserabweisend und außerdem atmungsaktiv. Es kann zur Verstärkung des Wetterschutzes imprägniert werden. Zwei vertikale Brusttaschen und zwei Eingrifftaschen, alle mit Patte. Zweiwege-Frontreißverschluss hinter einer Schutzleiste mit Druckknöpfen unten, im Brustbereich und am Kinn. Unten regulierbar, Druckknöpfe an den Ärmelabschlüssen.

13 Kommentare

  • Wolff 2. August 2015 at 08:26

    nabend,
    ich habe die Jacke seit einem halben Jahr. Also wasser_dicht_ wie eine Badewanne ist die Jacke zwar überhaupt nicht. Kommt nun darauf an was man unter wasserdicht bei jacken tatsächlich versteht.
    Richtig ist: der Regen wird abgehalten. Wind wird super abgehalten.
    Richtig ist aber auch, dass, wenn das Wasser zu lange steht oder eingearbeitet-eingerieben wird, dann schlägt es durch. Und wenn das Wasser mal einen Weg gefunden hat, dann wirds nass einfach drunter. Es fließen keine Bäche unter der Jacke, fühlt sich eben an wie ein nasses Stück Tuch. Je nach dem was man drunter trägt wird die Feuchtigkeit weiter nach innen geleitet oder nicht.
    Auf der Kaputze,auf den Schultern und in nden Falten an der Obersete der Ärmel fließt das Regenwasser eben nicht immer ab. Besonders wenn man einen Rucksack trägt wird an den Schultern das Wasser förmlich reingedrückt.
    Es fühlt sich halt etwas unangenehm wenn spürt dass das Wasser durchkommt. Da die Jacke den Wind abhält hab ich aber nicht den Eindruck dass es dadurch auffallend kalt wird.
    Abtrocknen geht auf jeden Fall recht schnell, also falls genug Wärme vorhanden ist, z.B. Sonne, oder Wärme von innen durch eigene Aktivität.

    Mein Fazit: Schultern, Ärmeloberseiten und ganz besonders die Kaputze oben sehr gut einwachsen.
    Bei Nieselregen kann man die Regenkleidung im Rucksack lassen. Und wenns mal kurz stärker regnet ist das bischen eingedrungene Feuchtigkeit nach paar Min wieder weg. Drunter keine Baumwolle tragen was diese Feuchtigkeit aufzieht und speichert.
    Wenn man mit viel Regen rechnen muss, auf jeden Fall Poncho oder Schirm dazu einpacken.
    LG

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  • markus 10. Mai 2013 at 13:11

    Servus,

    ich interessiere mich aktuell auch fuer die Jacke.

    Hast Du die Jacke 2012 fuer 120 Euro bekommen?
    Aktuell kostet die 200 Euro im Laden. (Modell 2013)

    Hab bereits andere Produkte von dennen und bin sehr zufrieden, allerdings wuerde ich eine Preissteigerung der Art nicht aktzeptieren wollen.

    Danke fuer die Info.

    Gruss

    Markus

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    • Christoph 10. Mai 2013 at 13:26

      Hallo! Dazumals war es ein Sonderpreis bei der Markteinführung anscheinend. Derweil bekommt man sie ab 170 €.

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  • Christoph 1. Februar 2013 at 13:09

    Eine Frage eines Lesers (Dennis):

    „Hallo, Ich habe Ihren Testbericht bzgl. der G1000 gesehen und war sehr begeistert. Ich bin aktuell auch auf der Suche nach einer neuen Jacke. Aktuell finde ich die Singi Jacket sehr gut. Diese ist auch aus G1000 Material. Eine weitere Jacke, welche mich interessiert ist die Eco Tour Jacket von Fjällräven. Diese besteht aus Eco-Shell und soll auch sehr gut sein. Haben Sie evtl. Erfahrungen damit gemacht oder Vergleiche zwischen der Eco-Shell und der G1000.“

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    • Christoph 1. Februar 2013 at 13:21

      Servus Dennis! Danke für deine Zuschrift. Das neue Eco-Shell ist sehr leicht und atmungsaktiv wobei auch gleichzeitg wasserdicht. Von der Wärmeleistung her besser als das herkömmliche G1000, da es aus 3 Lagen besteht. Mir persönlich ist das G1000 lieber, da es wesentlich schneller trocknet. Eine längere Testzeit hatte ich mit dem Eco-Shell auch noch nicht. Aber, egal welches Produkt von von Fjällräven kaufst, es sind alle einfach spitze!

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      • Christoph 1. Februar 2013 at 14:39

        Antwort von Dennis:

        „Wow – super. Vielen Dank für Dein Feedback. Ich finde die G1000 ja auch klasse, habe jedoch die Angst, dass die doch nicht so regendicht ist. Aber da schreibst Du ja anderes. Viele
        im Internet schreiben, dass die Jacke überhaupt nicht wasserfest ist. Du schreibst es aber etwas anders. Durch die Diskussion bin ich eben auch auf die Ecoshell gestoßen. Mag die Jacke sozusagen bei Wanderungen nutzen, bei Veranstaltungen im Freien (auch wenn es regnet), aber auch mal im Schnee usw. Habe halt Angst, dass die G1000 doch nicht so dicht ist dafür und ich
        immer noch eine Regenjacke mitführen muss.“

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        • Christoph 1. Februar 2013 at 14:44

          Servus Dennis! Vielen Dank für deine Antwort. Du hast recht, das G-1000 Material kann nicht einem stundenlangen Regen standhalten. Dafür empfehle ich dir die vielseitig einsetzbare Fjällräven Stuga 3 in 1 Jacket. Hier kannst du das Innenfutter herauszippen und es als eigenständige Jacke tragen. Perfekt für Wandertouren bei jedem Wetter. Das Jacket ist extrem robust und sieht auch verdammt gut aus. Ich würde mich freuen, wenn du mir evtl. einen kleinen Bericht über deine Kaufentscheidung schicken könntest und einen Erfahrungsbericht dazugibts – gerne stelle ich diesen mit deinem Namen online.

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  • Matthias 27. Januar 2013 at 22:21

    Hi. Ich plane gerade nach Island zu gehen und bin dafür auf der Suche nach einer gute Outdoor Jacke. Glaubst du die Jacke reicht dafür aus? Sie ist ja nicht besonders dick.

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    • Christoph 28. Januar 2013 at 07:44

      Servus Matthias! Ich würde die Jacke auf die Jahreszeit deines Island-Tripps bewerten. Die Jacke hält zwar warm, weil sie windundurchlässig ist, aber bei Wetter unter 10 Grad würde ich sie nicht empfehlen. Es kommt natürlich auch auf die Unterkleidung drauf an (Pulli, T-Shirt, …).

      Für kälteres Wetter bis ca. -5 Grad empfehle ich dir das Fjällräven Brenner Jacket; diese Jacke ist knielang, ebenso mit wachsbarem G1000 als Außenmaterial bestückt, und das tolle daran ist die herausnehmbare & als eigenständige Jacke tragbare Vliesjacke. Eine tolle Kombi für eine sehr große Temperatur-Bandbreite. Einen Testbericht mache ich noch für die Brenner.

      Für wirklich schweinekaltes Wetter hab ich dann noch den Fjällräven Yupik Parka. Dieses geniale Kleidungsstück lässt dich selbst bei -15 Grad ohne Bewegung nicht frieren. Perfekt für den Winter.

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  • Thomas O 22. Juni 2012 at 10:45

    Bin auch schon sehr auf deinen Bericht gespannt!
    Ich bin schon ein Fjällräven-Fan, aber manchmal muss man sich einfach eine zweite Meinung einholen bzw. durchlesen 😉
    Bis bald hoffentlich!

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    • Christoph 9. August 2012 at 15:35

      Hallo Thomas, der Bericht samt Video ist nun fertig. Danke für deine Geduld!

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  • Cris 10. Juni 2012 at 17:59

    Hallo
    Und wie ist der Jacke? Und wo wirst du sie so tragen und einsetzen?

    Mfg Cris.

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    • admin 10. Juni 2012 at 21:07

      Servus! Testbericht kommt bald – hab sie erst gestern bekommen. Nur Geduld. Anwendungsgebiete sind Outdoor, Casual und Trekking

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